Ein fünfstufiges Verfahren von der Basiserfassung bis zum Abschlussbericht — jede Stufe dokumentiert, jede Woche auswertbar.
Die Basiserfassung bildet das Fundament jedes Itameron-Programms. Über sieben aufeinanderfolgende Tage werden Schrittanzahl, Sitzzeiten, Aktivitätsfenster und subjektives Wohlbefinden in einem standardisierten Protokollbogen festgehalten. Dieses Basisprotokoll dient als quantitativer Referenzpunkt für alle nachfolgenden Wochenziele und wird nicht nachträglich angepasst.
Eingesetzt werden einfache Erfassungsmethoden: Schrittzähler, Zeiterfassung und ein tägliches Kurzprotokoll. Keine Spezialhardware erforderlich.
Auf Basis der Basiserfassung werden in der zweiten Sitzung realistische Wochenziele definiert. Die Kalibrierung berücksichtigt: aktuelles Aktivitätsniveau, Alltagsstruktur, Belastbarkeit und Zielvorgaben bezüglich Gewichtsstabilität und Wohlbefinden.
Ziele werden als messbare Kennzahlen formuliert — Schrittziele, Aktivitätsminuten pro Tag, Anzahl aktiver Pausen. Keine abstrakten Vorsätze, nur überprüfbare Werte.
Die Alltagsintegration ist die Kernphase des Programms. Aktivitätsblöcke werden in bestehende Zeitstrukturen eingebettet: Arbeitswege, Mittagspausen, Abendstunden. Jede Woche wird ein angepasster Tagesplan ausgegeben, der die Erkenntnisse der Vorwoche einbezieht.
Schwerpunkt liegt auf natürlichen Bewegungsformen — Spazierengehen, Treppensteigen, aktive Pausen, sanfte Dehnung — die ohne zusätzlichen Zeitaufwand in den Tagesablauf passen.
Jede Woche beginnt mit der Auswertung der Aktivitätsdaten der Vorwoche. Das Verlaufsprotokoll dokumentiert Zielerreichungsgrad, Abweichungen, Anpassungsbedarf und subjektives Befinden. Dieses Protokoll ist die primäre Grundlage aller Entscheidungen im laufenden Programm.
Die Auswertungssitzungen dauern 50 Minuten und folgen einem standardisierten Ablauf: Datendurchsicht, Besprechung, Plananpassung, Ausgabe des aktualisierten Wochenplans.
Der Abschlussbericht fasst den gesamten Programmverlauf zusammen: Vergleich Basis- zu Abschlussprofil, dokumentierte Veränderungen in Aktivitätskennzahlen, Zielerreichungsgrad über acht Wochen und schriftliche Empfehlungen zur eigenständigen Weiterführung.
Der Bericht wird als PDF-Dokument übergeben und ist revisionssicher archiviert. Ergänzend wird ein individuelles Fortsetzungsprotokoll für die Eigenanwendung erstellt.
Alle im Itameron-Programm erfassten Aktivitätsdaten werden nach einem standardisierten Protokollschema dokumentiert. Jedes Dokument trägt eine Revisionsnummer, ein Erstellungsdatum und die Programm-ID — analog zu einer Archiveintragspraxis.
Die Protokolle werden nicht nachträglich verändert. Anpassungen werden als neue Revision mit eigenem Datum eingetragen, sodass der vollständige Entscheidungsverlauf transparent nachvollziehbar bleibt.
Die Aktivitätsmethodik orientiert sich an publizierten Erkenntnissen zur moderaten körperlichen Aktivität und unterliegt einer jährlichen internen Überprüfung auf Aktualität und Konsistenz.
Publizierte Erkenntnisse zeigen konsistent: tägliche moderate Aktivität von 30–60 Minuten trägt nachweisbar zur Gewichtsstabilität bei. Das Itameron-Programm orientiert sich an diesen publizierten Werten als Orientierungsrahmen, nicht als klinische Norm.
Schrittbasierte Ziele (5.000–10.000 Schritte täglich) haben sich in der Literatur als praktische Orientierungsgröße für alltagsintegrierte Aktivität etabliert. Itameron verwendet diese Werte als Ausgangspunkt, passt sie jedoch individuell auf das Basisprofil an.
Verhaltensforschung zeigt: Neue Gewohnheiten werden bevorzugt in bestehende Alltagsstrukturen eingebettet. Das Itameron-Verfahren folgt diesem Prinzip — Aktivität wird eingefügt, nicht auferlegt.
WHO-Richtlinien zur körperlichen Aktivität und zum sitzenden Verhalten (2020) — Empfehlungen für Erwachsene und ältere Erwachsene.
Robert Koch-Institut: Gesundheit in Deutschland 2023 — Kapitel körperliche Aktivität und Bewegungsverhalten in der deutschen Bevölkerung.
Habit-Formation-Forschung: Lally et al. (2010), European Journal of Social Psychology — Automatisierung neuer Verhaltensweisen im Alltagskontext.
Fortescue & Tsopelas (2021): Schrittzählerbasierte Intervention in sitzenden Berufsgruppen — Verlaufsanalyse über 12 Wochen.